Arbeitsgruppe nachträgliche Ringe (AGnR)

Das Sächsische Klettern ist legendär, berühmt und berüchtigt – zum Beispiel für seine teils spärliche Absicherung. Was jemand als gut oder schlecht gesichert empfindet, daran scheiden sich die Geister. Fest steht jedoch, dass gerade die psychische Komponente wesentlicher Teil jeder Kletterei in der Sächsischen Schweiz ist. Es geht nicht nur allein darum, die richtigen Bewegungen mit der nötigen Kraft an den Fels bringen zu können. Auch der Umgang mit der Sicherungssituation will gekonnt sein: Die meisten Kletterwege sind mit verhältnismäßig wenigen fest installierten Sicherungspunkten (Ringe) ausgestattet.

Nur Erstbegeher eines Kletterweges haben das Recht, nach bestimmten Regeln Ringe in ihre Kletterwege zu setzen. Die Ringstandorte und ihr Vorhandensein oder Nichtvorhandensein sind dabei wesentlicher Teil des Charakters und des psychischen Anspruchs eines jeden Kletterweges an nachfolgende Begeher. Nach der Erstbegehung eines Kletterweges besteht für alle Kletterer die Möglichkeit, einen nachträglichen Ring für diesen Weg zu beantragen. Diese Änderung der Sicherungssituation bedarf jedoch einer genauen Betrachtung durch ein Fachgremium – der AGnR des SBB.

Die AGnR des SBB gibt es in der heutigen Form seit 1997 – näheres zur Geschichte der AGnR erfahrt ihr hier. Die AGnR besteht derzeit aus gut zwanzig Mitgliedern. Diese Mitglieder entscheiden anhand klarer Kriterien, die an die Neuinstallation eines nR in der Geschäftsordnung der AGnR festgelegt sind, über nR-Anträge.

Die nR-Anträge sind die Arbeitsgrundlage der AG. Mittels dieser Anträge können alle interessierten Bergfreunde beantragen, an einer bestimmten Stelle in einem bestimmten Kletterweg die Sicherungssituation mittels Ringen entscheidend zu verändern. Einen nR-Antrag kann jeder stellen, jedoch sind entsprechende Standards in Form und Inhalt wichtig, dass der nR-Antrag überhaupt bearbeitet werden kann. Wie soll die AGnR zum Beispiel über einen beantragten nachträglich installierten Ring befinden, wenn aus dem Antrag nicht klar hervor geht, wohin der nR kommen soll?

In der Geschäftsordnung der AGnR sind sechs Kriterien für nR genannt und erläutert. Wenigstens eines dieser Kriterien muss erfüllt sein und bei jedem nR-Antrag als Begründung aufgeführt sein. Anhand dieser Kriterien erfolgen auch die Diskussion und Bewertung innerhalb der AGnR. Jeder Kletterweg zu jedem nR-Antrag muss von möglichst vielen (mindestens drei) Mitgliedern begutachtet, in Protokollen beurteilt und in den AG-Sitzungen abgestimmt werden. Zurzeit werden pro Jahr gut 50 Anträge bearbeitet. Der rege und bewährte Stamm an AG-Mitgliedern kann immer eine Aufwertung gebrauchen – vielleicht durch dich?

André Zimmermann,
Leiter AGnR
E-Mail: agnr@bergsteigerbund.de

Listen und Übersichten

Entscheidungen der AG offene Anträge

Sitzungsprotokolle

Sitzungsprotokolle der AG

Über Anträge zu nachträglichen Ringen wird während einer Sitzung beraten und entschieden.

Einen nR-Antrag stellen

neuen nR-Antrag stellen

Kein Internet in der Clubhütte? Ihr könnt hier das Antragsformular herunterladen und es ausgefüllt in der Geschäftsstelle abgeben – wobei die Geschäftsstelle jedoch den Weg über das Onlineformular favorisiert!